Blizzards Warden

Selbstverständlich gibt es auch sogenannte Anti-Cheat-Softwares. Eine solche wird meist von den Betreibern verschiedener MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) verwendet, um unfairen Spielern einen Strich durch die Rechnung zu machen. Am bekanntesten ist hier wohl Blizzards Warden.

Der Warden

Der “Warden” ist ein Clientmodul, welches von Blizzard Entertainment, den Herstellern des berühmten Spiels “World of Warcraft” entwickelt wurde. Dieser “Wächter” leitet regelmäßig Daten wie u.a. die Namen der Programmprozesse im Arbeitsspeicher an den Server des Spiels weiter. Bei jeder Aktualisierung der Client-Software zu “World of Warcraft” wird ebenfalls der Warden aktualisiert und jedes Zugangskonto von jedem Spieler wird mit einer anderen Version dieses Clientmoduls verknüpft. Dadurch ist es für die Entwickler von Cheats für “WoW” sehr schwierig, sich an die Neuerungen anzupassen, weshalb Cheater hier überdurchschnittlich häufig erkannt und vom Spiel ausgeschlossen werden. Das hat aber auch den Haken, dass die Privatsphäre aller Nutzer leidet, da der Warden nämlich mehr ausspioniert als nur das, was das Spiel betrifft.

Gegenentwicklungen

Die Cheater wiederum lassen sich aber nicht alle von der Gefahr durch den Warden einschüchtern. So wurden intelligente Gegenmaßnahmen entwickelt, die sich nun an die unterschiedlichen Versionen des Wardens anpassen können. Diese täuschen dann dem “Wächter” vor, dass es keinen Cheat gäbe. Mit dieser Anti-Anti-Cheat-Software wird dann meist ebenfalls gutes Geld verdient, weshalb einige Spieler schon scherzen, dass Blizzard sie verdeckt selbst verkaufe. Feststeht, dass die fair spielenden Nutzer diejenigen sind, die unter solchen Entwicklungen leiden müssen. Ihre Privatsphäre wird untergraben, sie müssen ihr Einverständnis diesbezüglich erklären, um überhaupt spielen zu dürfen und sie sind es, die zu gleichen Teilen wie die Cheater die Entwicklung des Wardens finanzieren.

Datum: 17.01.2012 - Kategorie: Software - Schlagwörter: , , , -

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